Ökumenischer Taizé-Chor Walluf
 
Gebet mit Gesängen aus Taizé: 9.11.08 in Niederwalluf

 

 

 

Eine Woche in Taizé 5.-12.10.2008

 

Was sich im letzten Jahr als Idee im Taizé-Chor entwickelte, wurde dieses Jahr in der 1. Herbstferienwoche (05.10. – 12.10.2008) nun endlich Wirklichkeit – Taizé! Wir – fünf Frauen aus dem Taizé-Chor – starteten,  teils als „alte Taizéler“ teils als neugierige „Neulinge“ diese Projektwoche.

 

 

Was genau erwartet einen noch außer den hier meist bekannten Taizéliedern aus den Kirchen und unseren Proben?

 

 

Rückblickend lässt sich folgendes sagen: In Taizé wird die ökumenische Gemeinschaft der Taizébrüder gelebt, von der die Apostelgeschichte berichtet (Kapitel 2, 42-47).

Damit der Ablauf der auch alltäglichen Verrichtungen funktioniert, bringt sich jeder mehr oder weniger selbst in dieser Woche mit ein wie beim gemeinsamen Arbeiten u. a. der Verteilung des Essens, das Saubermachen des Geschirrs und der Sanitäranlagen und und und .....beim gemeinsamen Beten, das drei Mal täglich morgens, mittags und abends in der Kirche stattfindet.

Dadurch fiel man in einen Rhythmus des Alltags, der den wirklichen Wert und Sinn der Arbeit und des Betens erkennen ließ – nichts ist umsonst…

Weiterhin konnten Bekanntschaften oder sogar Freundschaften geschlossen werden; am einfachsten ging dies am sog. „Oyak“ einer Art Kiosk auf diesem Campus. Hier trifft sich Jung und Alt nachmittags auf einen Kaffee und/oder abends auf einen Rotwein oder Cidre auf ein „Schwätzchen“- trifft Gleichgesinnte und erlebt Gemeinschaft.

 

Aus Sicht einer Erwachsenen beobachtete ich bei vielen Jugendlichen ein wirkliches Interesse am christlichen Glauben – ganz besonders fiel es mir bei der Kreuzanbetung auf, bei der eine Menge junger Leute sich bis spät nachts vor dem niedergelegten Kreuz niederbeugten, es berührten und kniend davor innig beteten. Dies hatte eine tief bewegende Wirkung auf mich und wir begleiteten stimmungsvoll diese besondere Nacht mit verschiedenen Liedern, die in uns anschließend noch lange freudig nachklangen.

Besonders nach dem Abendgebet konnte sich ein sehr intensives Singen entwickeln und ein tiefes überwältigendes Gefühl erzeugen, das man selbst erlebt haben muss! Solche Gebetsabende geben einem so viel mit und auch, wenn man bereits wieder zurück in Deutschland ist, hallen diese Lieder noch hoffentlich lange in uns nach…

Als Andenken dieser erfahrungsreichen Woche nahmen wir eine „Freundschafts-Ikone“ mit, die dort gesegnet wurde und uns an diesen besonderen Ort bei den Proben und Gesängen hier erinnern soll.

Vielleicht sieht man sich einmal in Taizé wieder ?!?

 

Es grüßt Sie alle ganz herzlich für den Taizé-Chor Walluf

Sabine Hinek

2. Taizé-Gebet  in der Kulturkirche Martinsthal am 18. Mai 2008

 

 

 

Taizé-Chor gestaltet ökumenischen Gottesdienst an Christi Himmelfahrt 2008 mit

 

Am 1. Mai hat sich der ökumenische Taizè-Chor Walluf an der Gestaltung des traditionell an Christi Himmelfahrt stattfindenden ökumenischen Gottesdienstes in der Johanneskirchenruine beteiligt.

 

   

 

Taizé-Chor seit 2006 in Walluf

 

Taizé Gebet in Martinsthaler Kulturkirche 17. Juni 2007

 

„Mit Gesängen beten ist eine wesentliche Form der Gottsuche. Kurze, stets wiederholte Gesänge schaffen eine Atmosphäre, in der man beten kann.“ (Presses de Taizé)

 

Der ökumenische Taizé-Chor Walluf wurde im September 2006 von Frau Ursula Beul und Frau Melanie Wolf gegründet und besteht inzwischen aus etwa 15 Frauen und Männern unterschiedlichen Alters.

 

Wir treffen uns seitdem wöchentlich oder zweiwöchentlich (jeweils dienstags, 19.30h im kath. Pfarrzentrum Niederwalluf), außer in den Ferien. Es wird mit gemeinsamen Atem-, Entspannungs-, Körper- und Einsingübungen begonnen. Danach werden die kurzen, meist vierstimmigen Taizé-Gesänge in unterschiedlichen Sprachen eingeübt und meditiert.

 

Wir bereiten so die halbjährlich in verschiedenen Kirchen in Walluf und Umgebung stattfindenden ökumenischen Taizé-Gebete vor, in denen der Chor als Teil der Gemeinde mitbetet und -singt. Daneben beteiligt sich der Chor gelegentlich auch an Veranstaltungen innerhalb des pastoralen Raumes Wallufthal und der evangelischen Heilandsgemeinde (z. B. Ewiges Gebet, Gemeindefest, ökumenischer Himmelfahrtsgottesdienst).

 

Weitere Mitsänger/-innen sind jederzeit willkommen!

 

Weitere Informationen bei Ursula Beul (06123/972755) oder Melanie Wolf (melanie.wolf@yahoo.de).

 

Taizé liegt in Frankreich, in Südburgund. Dort gründete Frère Roger 1940 eine internationale ökumenische Gemeinschaft (Communauté). Die Brüder engagieren sich, ein Leben lang materielle und spirituelle Güter miteinander zu teilen, in Ehelosigkeit zu leben und  einen schlichten Lebensstil zu führen. Heute gehören zur Communauté etwa 100 Brüder aus über 25 Nationen. Die Brüder leben von ihrer Arbeit und nehmen für sich keine Geschenke oder Spenden an. Einige von ihnen leben in kleinen Bruderschaften mitten unter den Armen.

 

Seit Ende der 50er Jahre laden die Brüder Jugendliche und Erwachsene nach Taizé ein, an ihrem Leben teilzuhaben. Sie nehmen zu Tausenden an den wöchentlichen Treffen mit Gebeten und Gesprächsgruppen teil. Auch zu den von den Brüdern vorbereiteten Jugendtreffen in der ganzen Welt kommen Tausende.

 

Kern des täglichen Lebens in Taizé bilden drei Gebetszeiten, in denen gemeinsam gebetet, gesungen und geschwiegen wird. Die kurzen, stets wiederholten Gesänge schaffen eine Atmosphäre, in der man gesammelt beten kann. Der kurze Grundgedanke – z. B. ein Psalmvers – ist schnell erfasst und prägt sich durch die Wiederholung allmählich tief ein. Ein solches meditatives Singen macht bereit, sich Gott zu öffnen, auf ihn zu hören und seine Nähe zu erfahren.

 

Weitere Infos unter: www.taize.fr

Regionale Taizé-Gebete unter: www.taize-mainz.de